Qigong

Unter dem Begriff Qigong werden zahlreiche stille und bewegte Übungen, aber auch Akupressurtechniken zusammengefasst. Die Übungen sind teilweise jahrtausende alt und teilweise sehr neu. Der Name Qigong wurde ca. in den 1950er Jahren eingeführt.

Um einen besseren Überblick über die zahlreichen Formen und Übungssysteme des Qigong zu erhalten bietet es sich an, sie voneinander abzugrenzen. Eine erste mögliche Unterscheidung ist die zwischen harten und weichen Qigong. Beim harten Qigong wird das Äußere des Körpers durch Qi gehärtet. Beim weichen Qigong wird dagegen versucht die Körperspannung zu regulieren und die Gesundheit zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Das weiche Qigong wird seinerseits noch einmal aufgeteilt in Übungen in Ruhe (Jinggong) und in Übungen in Bewegung (Donggong)

Bewegungen in Ruhe

Die Übungen werden im stehen, sitzen oder liegen ausgeführt, jeweils angepasst an die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Übenden. Kennzeichnend für diese Art der Übung ist das keine äußere Bewegung ausgeführt wird. Das Qi wird mit Hilfe der Atmung und der Aufmerksamkeitsführung durch den Körper geführt.

Übungen in Bewegung

Die Bewegungen und Körperhaltungen unterstützen den harmonischen Qi Fluss im Körper. Wichtig ist, dass die Bewegungen langsam, gleichmäßig, harmonisch und fließend ausgeführt werden. All das bedeutet allerdings nicht schlaff. Ein häufiges Missverständnis, wenn von Entspannung die Rede ist. Durch den festgelegten Bewegungsablauf bewegt sich das Qi in ganz bestimmte Richtungen und regt die entsprechenden Meridianpunkte an.