Tuina

Bei Tuina handelt es sich um die chinesische Variante der Heilmassage. Der Begriff besteht aus den beiden Worten Tui (=Schieben) und Na (=Greifen), die zwei der zahlreichen Behandlungstechniken umschreiben, die dem Therapeuten zur Verfügung stehen. Tuina ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird zu den nichtinvasiven und nichtmedikamentösen Therapieformen gezählt. Sie ist überall dort einsetzbar wo auch die Akupunktur angewendet wird.

Indikation und Kontraindikation der Tuina-Therapie

Grundsätzlich ist sie bei allen funktionellen, reversiblen Störungen anwendbar. Hierzu zählen u. a.: funktionelle Störungen des Bewegungsapparats, Kreislaufstörungen, Neurologische Erkrankungen, Magen-Darm-Störungen, Psychosomatische Erkrankungen, Schlafstörungen, Migräne, Kopfschmerzen, Rehabilitation nach Operationen, Verspannungen im Bereich der Muskeln und Sehnen.

Ist das Gewebe bereits irreversibel zerstört ist der Einsatz der Tuina nicht angezeigt. Kontraindikationen sind: Unklare Diagnose, akute Entzündungen, bösartige Tumore, Blutgerinnungsstörungen, fehlende Festigkeit der Knochen, Haut und Gefäße. Bei Schwangerschaft gelten besondere Anwendungsvorschriften.